Album Release 2011:

Time for Change

Verfügbar als CD und Download unter anderem bei amazon.de, bol.com und iTunes.de.

 

 

Abgesehen von den lupenreinen Electro-Pop-Titeln THERE IS SOMETHIN' und BEING BOILED, einem dynamischen, originell arrangierten Cover des Human League-Klassikers in straight-housigem Beat, sowie einem weiträumig angelegten, von elektrischen Gitarren dominierten und durch den Fretless-Bass Kai Eckhardts [Stanley Clarke, Billy Cobham, John McLaughlin] zusätzlich angetriebenen Track (LOSE MYSELF), der aus einer Kollaboration zwischen The Cure, Japan und Tears for Fears hervorgegangen sein könnte, bewegt sich der Longplayer mal in lounge-liken (THE ABILITY TO CHANGE, A PLACE IN THE CITY), mal in minimalistisch-elektronischen (PARANOIA, GENERATOR X.O.7/8) Gefilden, um sich andererseits romantisch & soundtrackartig (LET HER GO) oder ungestüm electro-ravig mit Anklängen an die Chemical Brothers und Underworld, jedoch poppiger, songorientierter ((WE SHOULDN'T) TAKE A CHANCE) zu präsentieren. Ferner ist ein abgefahrenes, leicht darkwavig eingefärbtes Duett (WALKING THROUGH THE RAIN) mit Antje Schulz [In strict Confidence, Chandeen, Spin spin Sugar] zu hören. Abgerundet wird der Longplayer mit dem bisher unveröffentlichten Bonus Video-Track PULSING ADRENALINE, der dem Song-Zyklus von Javelins letztem Album 'Broken Surface' (in Zusammenarbeit mit Harald Löwy [Chandeen]) entstammt und in seiner Mischung aus Experimental-, Ambient-, balladesken sowie jazzigen Elementen die ungewöhnliche musikalische Vielfalt des Albums um ein Weiteres bereichert.

Time for Change ist ein missing Link für Jeden, der an ideenreicher und intensiver, vorwiegend auf synthetischen Klangerzeugern basierender, aber dennoch organischer Musik interessiert ist und einen klaren Gesang mit unverwechselbarem Timbre schätzt, der in einem gedachten Stimmenkosmos dem Sternbild des reflektierend-kontrollierten, dabei gleichwohl stark emotionalen Einzelgängers zuzuordnen wäre, irgendwo zwischen Gahan, Sylvian, Heppner, Hutchence, le Bon und dem frühen Ferry.

Gerade aufgrund des bereits seit einigen Jahren konstant anhaltenden 80er-Revivals [IAMX, Heaven 17, Duran Duran, Hurts, Wolfsheim, De/Vision, Air etc.] dürften sich auch jüngere Hörer mit einem Gespür für exquisiten, elektronisch basierten Pop stark in der Musik Ion Javelins wiederfinden.

Weitere Informationen zu Album und Single

 

Biographie

Ion Javelin war Sänger und Co-Songwriter des deutschen Techno-Kult-Acts der späteren 80er: Moskwa TV schlug die Brücke von frühem Techno – mit großem Einfluß auf die damalige Techno-/Electro-Szene – hin zu anspruchsvollem Electro-Pop; Veröffentlichungen in ganz Europa, den USA, Südamerika und Kanada, 2-malige Notierung in den US-Billboard-Charts, 3 LPs, zahlreiche Singles & Compilations.
Nähere Informationen zu Moskwa TV:

- Wikipedia

- The Secondfuture

In den 90ern produzierte Javelin neben zahlreichen Einzeltiteln 2 komplette Alben, eines davon mit dem Keyboarder [Hired Help Band, Tokyo, T. T. D'Arby, Milli Vanilli u. a.] und renommierten Produzenten [Rob & Fab, Moskwa TV, Cantara, Jade] Volker Barber; beide sind jedoch bis heute unveröffentlicht, da die Majors – trotz großer Beachtung des Materials – damals der Meinung waren, diese Musik sei in von Techno, House und Hip Hop dominierten Zeiten in großem Stil nicht vermarktbar [z.B. Michael Wolf, A&R Virgin: "Wärst Du damit vor ein paar Jahren gekommen, hätten wir Dir das Zeug aus der Hand gerissen."]. Javelin verzichtete auf eine VÖ im Independent-Segment, ließ sich indes nicht beirren, produzierte weiterhin seinen Stil von Musik und ging gelegentlich auch Kooperationen ein, z.B. mit Chandeen oder Pascal FEOS.

Javelins mehrjährige Zusammenarbeit mit Harald Löwy, dem Songwriter von Chandeen, heute Label-Chef von Kalinkaland Records , führte zu dem Projekt Broken Surface; das auf einem seiner literarischen Essays basierende und daher ausschließlich nach künstlerischen Kriterien produzierte Konzeptalbum erzählt die zusammenhängende, expressionistisch anmutende Geschichte eines Kulturschocks, den ein Fremder auf seinem Trip durch N.Y.C. durchlebt; fast durchweg positive bis euphorische Kritiken, auch im Ausland.
Seitdem Kollaborationen mit den Disco Boys, In strict Confidence (Chart-Entries) u. a..

In jüngerer Zeit arbeitete Ion Javelin mit neuen Partnern (Andreas Velte und Christian Walter [Fruit, Klanghouse-Studio (Nils van Gogh, Mundstuhl, Automanic u. a.)], Paul-Alexander Schulte [Earth Nation, Vorsprung durch Technik, Winson, Laith Al-Deen, DAF, Silicon Funk] und Mike Burn [Mike Burn & Friends, The Mabuse Project (mit Kai Eckhardt, Sean Rickman & David Haynes), Burn/Hewer/Iorio (mit Mark Hewer & Daniel Iorio) u. a.]) an dem neuen Art Pop-Longplayer Time for Change, das im Vergleich zu den früheren Moskwa TV's reifer und vielfältiger geworden ist, ohne dabei jedoch zentrale Merkmale gerade des letzten Moskwa TV-Albums 'Javelin' missen zu lassen: spannungsreiche, ausgeklügelte Kompositionen, charismatischer, in den Refrains oft mehrstimmiger Gesang, fein abgestimmte, lebendige Arrangements, die ab und an Platz für (auch akustische) Soli lassen, phantasievolle Soundlandschaften sowie anspruchsvolle Texte mit psychologischen, gesellschaftlichen und philosophischen Bezügen.

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